60 Jahre; Freud‘ und Leid

Hervorgehoben

(English below)

Am 20. Februar 2019 bin ich 60 Jahre alt geworden. Schlimm genug! Wer mir aber von dem Leid etwas nehmen möchte, kann für einen guten Zweck geben; am 11. Mai findet in Würzburg wieder das inklusive Sport- und Spielfest „NoLimits!“ statt, das unsere Stiftung unterstützt (Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung: http://www.sport-stiftung.de).

Unter dem Motto „Leistung. Lernen. Miteinander“ baut NoLimits! Unsicherheiten im Umgang mit Behindertensportlern ab und baut Respekt, Toleranz und Freundschaften auf. Diese Werte gelten gleichermaßen für den runden Geburtstag des „Old white man with his big bike from Germany“, wie man mich hier in Indonesien nennt.

Folgende Spenden-Vorschläge für Euch habe ich mir auf meiner Tour unterm Helm ausgedacht:

  1. 5€ (soviel kosten zwei Cappuccino)
  2. 10€ (einmal Falschparken in Deutschland)
  3. 25€ (soviel kostet mich eine Tankfüllung)
  4. 40€ (so alt fühle ich mich ;-))
  5. 60€ (so alt werde ich)
  6. 100€ (das kostet ein korrupter Grenzübergang)
  7. Ansonsten ist der Großzügigkeit keine Grenze gesetzt (NoLimits! halt).

Die Spende kommt in vollem Umfang dem Behindertensport zugute. Ich danke Euch schon jetzt sehr herzlich für euer Mitgefühl und ggfs. für eure Teilhabe.

„Sportstiftung NoLimits! 2019“
IBAN DE85790300011000190500
Konto 1000190500
BLZ 790 300 01
Fürstl. Castell’sche Bank Würzburg

Eine Spendenbescheinigung wird ab einem Betrag von 200€ ausgestellt. Bitte Namen und Adresse angeben.
Ich lade euch heute schon zu NoLimits! am 11. Mai 2019 ein (Flyer anbei). Außerdem lade ich euch zu einem der Vorträge über meine Tour ein, wenn ich wieder zurück bin (der Termin ist noch offen, es kann spät werden 😉

Herzliche Grüße verbunden mit meiner tiefen Dankbarkeit.
Euer Dieter

NoLimits-2019-Flyer-WEB

On February 20, 2019 I became 60 years old. Hard enough! But whoever wants to take something from the suffering can give for a good cause; on May 11th in Würzburg the inclusive sports and games festival „NoLimits!“ will take place, which is supported by our foundation (Thomas Lurz and Dieter Schneider Sportstiftung: http://www.sport-stiftung.de). The motto is „Achievement. Learning. Together“ builds NoLimits! uncertainties in dealing with disabled athletes and builds up respect, tolerance and friendships. These values are equally valid for the round birthday of the „Old white man with his big bike from Germany“, as I am called here in Indonesia.
I have the following donation suggestions for you:
5 € (cost two cappuccinos)
10 € (parking fine in Germany)
25 € (that’s how much a tank of gasoline costs me)
40 € (that’s how old I feel ;-))
60 € (that’s how old I get)
100 € (that costs a corrupt border crossing)
Otherwise the generosity is not limited (NoLimits!).
The donation fully benefits the disabled sport.
Thank you very much for your sympathy and if necessary for your participation.

„Sports Foundation NoLimits! 2019 “
IBAN DE85790300011000190500
Account 1000190500
Bank code 790 300 01
Fürstl. Castell’sche Bank Würzburg

A donation receipt will be issued from an amount of 200 €. Please specify name and address.
I invite you to NoLimits! on May 11, 2019 (flyer enclosed). In addition, I invite you to one of the presentations on my tour, when I’ll be back (the appointment is still open, it can be late 😉
Greetings with my deep gratitude.

Yours Dieter

NoLimits-2019-Flyer-WEB

Die Welt ist zu schön für Depression

Hervorgehoben

Nach dem gelungenen Biker-Event „Fellows Ride“ am 13.5.2018 zugunsten der Depressionshilfe packte ich vier Wochen später das Motorrad für meinen persönlichen Fellows Ride. Vom Touratech-Travel-Event in Niedereschach bin ich am 10.6. zu einer Tour aufgebrochen, bei der ich unterwegs Rotary Clubs besuchen werde und das Thema „Depressionshilfe“ vorstelle.

Unterwegs möchte ich mich von Land und Leuten inspirieren lassen und das, was ich entdecke, erlebe und erfahre, hier aufschreiben. Weiterlesen

Das volle Programm – the full Program

English translation futher down.

Die letzten Tage waren „voll“ 🙂 Voller Eindrücke, voller Begegnungen und … voller Bauch. Wan und Fahmi aus Kuala Terengganu haben mich wirklich vollgestopft mit Erlebnissen, Freundschaft, Essen – mit allem was ihre Gastfreundschaft hergab.

With Fahim and Wan at the coastline

Wir sind von Terengganu aus zum Meeting des BMW-Motorradclub Malaysia nach Kuala Lumpur gefahren. Von den Fellows mit ihren BMW’s wurde ich wie ein Ehrengast empfangen. Weiterlesen

Gast-Freundschaft vs. Fremden-Feindlichkeit

 

Seit sieben Monaten fahre ich nun schon auf meinem Motorrad dem Sonnenaufgang in Richtung Südost-Asien entgegen. Ab dem zweiten Tag meiner Reise bin ich Ausländer. Bin Fremder in Ländern, die wir aus dem Reisekatalog kennen. Zur Zeit z.B. ich in Thailand. Ich fuhr aber auch durch Regionen, denen von mächtigen Politikern das Prädikat „Shithole Countries“ und „Schurkenstaaten“ angeheftet wurde. Meine Erfahrungen können das nicht bestätigen. Ich habe mich im Iran so sicher gefühlt wie nirgendwo und bis zur Erschöpfung eine überwältigende Gastfreundschaft erfahren. In Pakistan waren die Menschen interessiert und neugierig. Über die allgegenwärtigen Fragen, „Wo ich herkomme und wo ich hin will“ hinaus, zeigten sie ehrliches Interesse an meiner Person, meiner Reise und meinem Heimatland. Zugegeben, meine Erfahrungen sind nicht repräsentativ und dürfen nicht verallgemeinert werden. Vielleicht hatte ich nur Glück und bin nicht schneller gefahren als mein Schutzengel fliegen kann. Trotzdem möchte ich das gute Gefühl beschreiben, wie es ist, überall Ausländer zu sein aber nie ausgeschlossen. Wie es ist, Fremder zu sein aber nicht fremd. Die Begegnungen mit den einfachen Leuten und der Respekt vor ihrem Lebensalltag reißen mich mit. Noch mehr als die Landschaften und die Sehenswürdigkeiten genieße ich das Kennenlernen von mehrheitlich freundlichen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Menschen vor Ort. Obwohl ich als Gast grundsätzlich in ihrer Schuld stehe, überrascht mich immer wieder ihre Großzügigkeit und Dankbarkeit.

Mit großer Freude nehme ich ihre Gastfreundschaft, ihre Neugier und ihre Empathie an. Weiterlesen

Den Iran entdecken und Gastfreundschaft erfahren

Fellows Ride Iran. Vom 10. Bis 27. August 2018

Gastfreundschaft, Geschichte und Grazie, diese drei G’s bringen meine Wahrnehmung des alten Persiens auf den Punkt. Ich fühlte mich warmherzig willkommen von Menschen, die unter dem eigenen Mullah-Regime und dem Embargo der USA leiden. Seit der Revolution 1979 regieren die Ayatollahs die islamische Republik; was dem überwiegenden Teil der Bevölkerung nach meiner Wahrnehmung nicht gut tut. Das Land hat Schönheit, Anmut sowie historische Kultur zu bieten und mehr verdient als nur „Inshallha“ (Wenn Allah will!), „Mashallha“ (Wie Allah will!) und „Allhahu akbar“ (Allah ist am größten).
Der Iran ist ein geschundenes Land. Der erste Golfkrieg in den Achtzigern hat viele tausend Soldaten gekostet. Die Bilder der Gefallenen säumen noch heute die Straßen.

Viele junge Menschen haben mir gegenüber den Wunsch auf politische und gesellschaftliche Veränderung geäußert, nur keiner weiß so richtige wer den erfüllen soll. Die meisten von uns kennen das Land nur über die politische Berichterstattung in unseren Medien. Vor Ort ergab sich für mich ein völlig anderes Bild. Weiterlesen

Ein Traum am Strand zu Weihnachten

Der Traumstrand einer einsamen Insel am anderen Ende der Welt ist nicht der Ort für besinnliche Weihnachtsstimmung. Sonne, Meer und Horizont bilden die Kulisse für Palmen und Kokosnüsse, nicht für Weihnachtsbaum und Plätzchen. Die Füße sind im warmen weißen Sand vergraben. Der Blick schwenkt über den grünblauen Golf von Thailand. Da kommt mir die Tour d’horizont in den Sinn, die ich in den letzten sechs Monaten durch die vielen Regionen mit ihren unterschiedlichen Religionen erfahren habe. Ich kann die Kirchen, Klöster, Moscheen und Tempel nicht zählen, die ich besucht und besichtigt habe. Christen, Moslems, Sikhs, Buddhisten und Hindus haben mich beherbergt, bewirtet, überholt, betankt, geärgert und erfreut.
Durch mein Weltbild – derart verdichtet – schimmert ein roter Faden, der alle Religionen verbindet. „Göttliche Energie“, „lehrreiche Weisheit“ und „achtsame Nächstenliebe“ bilden den gemeinsamen Nenner. Man stelle sich vor, der Inhalt und die Essenz aller heiligen Bücher würden miteinander verknüpft, zu einer Überbibel oder einem Meta-Koran synchronisiert. Eine einzige Weltreligion, die ihre Energie und Weisheit uneingeschränkt für das Wohl von Mensch, Tier und Natur einsetzt. Die Welt wäre friedlicher und wir Menschen glücklicher.
Mit diesem Traum am Strand einer einsamen Insel am anderen Ende der Welt wünsche ich uns Allen die Weisheit und Energie die Welt ein Stück besser zu machen.
Euch und Euren Familien wünsche ich von ganzem Herzen friedliche Weihnachten sowie ein gesundes und glückliches neues Jahr.
Danke für alles!

Anstrengend, überwältigend und erfolgreich

Auf die Frage, warum ich hier kaum Reisebericht schreibe, gibt es eine simple Antwort: „Ich komme nicht dazu!“ Tausend Sachen sind unterwegs zu erledigen: Unterkunft suchen; Moped warten; Klamotten waschen; ums Essen kümmern; Foto- und Videomaterial sichten, bearbeiten und speichern; Facebook und Instagram bedienen; den nächsten Tag planen, Grenzübergänge vorbereiten, Visa, Zoll etc. – ach ja, Motorradfahren hätte ich fast vergessen. In den fünfeinhalb Monaten, die ich unterwegs bin, fuhr ich im Durchschnitt pro Tag 200 km. Auf guten Straßen dauert das drei Stunden, auf schlechten schon mal länger. An einem Tag in Myanmar war ich 13 Stunden unterwegs und habe 450 km auf schlechtem Asphalt, Schotter und Schlamm geschafft.
Nur um Zeit zu sparen, möchte ich auf keinen Fall auf die Begegnungen mit den Menschen und auf ihre Gastfreundschaft verzichten. Die Kommunikation dauert halt etwas länger, weil die gemeinsame Sprache fehlt.
Und dann sind da die vielen Sehenswürdigkeiten, an denen man nur vorbeikommt. Mit schnell mal anhalten und Foto machen ist es dann oft nicht getan. Staunen und Genießen braucht seine Zeit.

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