Die Welt ist zu schön für Depression

Hervorgehoben

(English below: The World is too beautiful for depression)

Nach dem gelungenen Biker-Event „Fellows Ride“ am 13.5.2018 zugunsten der Depressionshilfe packte ich vier Wochen später das Motorrad für meinen persönlichen Fellows Ride. Vom Touratech-Travel-Event in Niedereschach bin ich am 10.6. zu einer Tour aufgebrochen, bei der ich unterwegs Rotary Clubs besuchen werde und das Thema „Depressionshilfe“ vorstelle.

Unterwegs möchte ich mich von Land und Leuten inspirieren lassen und das, was ich entdecke, erlebe und erfahre, hier aufschreiben. Weiterlesen

The rudest BMW Motorbike-Workshop of the world

Cyclones Motorcycles: The end of the world in terms of service and customer care

http://www.cyclonemc.com.au

(in German below)

„This is not the end of the world“ was the comment, with which the mechanic refused to repair the fault he had caused. Because BMW delivered the wrong part, he had to drill the holes slightly larger during installation, so that the screws fit in there. Actually he was surprised that the screws then always hit the hose of the Scottoiler as well. „But this is not the end of the world, and now leave me alone, I have to work.“ And here, poor fool, I stand, with a false sprocket and a useless Scottoiler. Two weeks ago I brought a functioning motorcycle to service, including of change chain set. When I pointed to the Scottoiler at the time, it still sounded like „I know what you are talking about!“.
The junior boss comes and deescalates before I explode. He apologizes for the behavior and incompetence of his colleague and promises me the expert for BMW’s back in the workshop on Monday and he would be able to solve the problem. I trust him. On Monday morning I am on time in the workshop and I get to do it with the senior boss. Without any chance to describe the problem, he says self-confidently he knows what it is about and asked me rude and obtrusively to leave the workshop and drink a cup of coffee in the showroom. Never there was a coffee there, which the senior chef should know. Weiterlesen

A Secret of travelling

(English version below)

Kennt ihr das Gefühl, wenn eine lange, anstrengende Tagestour zu Ende geht? Der Kopf ist matschig, die Seele müde, der Körper verlangt mit letzter Kraft ein Bett. Genauso erging es mir gestern Spätnachmittag, als ich Alice Springs erreichte. 1.700 Kilometer in vier Tagen steckten in meinen Knochen und im Fahrwerk des Motorrads. Hier im Outback von Australien sind die Entfernungen weit, aber bei weitem nicht das Problem. Das Nichts ist es, was dich mürbe macht. Die Landschaft schafft dich und sie interessiert sich einen Dreck für dich. Das Asphaltband mündet rücksichtslos schnurstracks im nächsten Horizont. Du fühlst dich fremd in dieser kurvenlosen Welt. Wenn du anfängst zu glauben, dass dieser Kontinent eine Scheibe ist, ist es Zeit Quartier zu machen. Winton, Mount Isa, TennantCreek und jetzt, Alice Springs. Das Zentrum, jedoch nicht der Mittelpunkt Australiens. Weiterlesen

Waltzing Matilda

(English version below)

Waltzing Matilda“ heißt ein altes australisches Volkslied. In dem Lied geht es um die Leidenschaft zur Freiheit. Ein alter „Swagman“ ertränkt sicher lieber in einem Billabong, als dass er seine Freiheit aufgibt. Ein Billabong ist ein Wasserloch im australischen Outback. Ein Swagman ist ein Mann auf Wanderschaft – was sich eleganter anhört, als der Begriff Landstreicher. Man könnte aber auch sagen: der Mann ist auf der Walz; ein Begriff den die Älteren unter uns noch kennen. Mein Großvater ist als Schreinergeselle noch auf die Walz gegangen, um seine handwerklichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, Lebenserfahrung zu sammeln und fremde Orte kennenzulernen. Der „Swag“ ist ein Gepäckstück in Form einer Rolle, in dem Volkslied ‚Matilda‘ genannt. Warum ich das erzähle? Mir hat in Barcaldine/Queensland ein junger Mann spontan und gekonnt Waltzing Matilda vorgesungen, als er mein Motorrad mit den beiden Gepäckrollen sah. Anschließend hat er mir die Geschichte des Liedes erzählt und mich mit dem Swagman verglichen. Ja, das hat was. Wie ein Swagman liebe auch ich die Freiheit und will auf meiner motorisierten Wanderschaft Lebenserfahrungen sammeln, fremde Orte und Länder kennenlernen. Der junge Mann, der Maj Bradshaw heißt, ist Gitarrist von „Death by Carrot“, einer Heavy Metal-, genauer gesagt Stoner Rock-Band, die auf einer Tour nach Alice Springs ist.

Mitten im Kontinent, in the middle of nowhere findet Anfang Mai das größte Open Air Heavy Metal in der südlichen Hemisphäre statt. Es heißt Blacken Festival und ist die australische Schwester von Wacken in Deutschland.
Der Bogen, der sich in dieser Geschichte vom Volkslied zu Stoner Rock spannt, ist genauso weit wie der Horizont, wie der Himmel und wie das Nichts, von dem es hier im Outback eine ganze Menge gibt. Weiterlesen

Australien, du hast es besser.

(For English version see below: „Australia, you have it better.“)

Black Dog Ride, Men`s Breakfast, moodgym, beyondblue, Black Dog Institute“ …, um nur einige Institutionen und Initiativen zu nennen, die sich in Australien um Depressionshilfe und Suizidprävention kümmern. Aber neben diesen Angeboten ist es vor allem Eins, was den Umgang in Sachen Mental Health down under von uns in Deutschland unterscheidet: hier spricht man offen darüber! 

Diese subjektive Einschätzung ist für mich allgegenwärtig. Es reicht ein kleiner Anstoß und betroffene „Mates“ reden nicht nur über ihre Depressionen, ihre Abhängigkeiten oder ihre Panikattacken, sie erzählen dir auch über ihre Versuche damit umzugehen, über Therapien, ärztliche Hilfen und Medikationen. Weiterlesen

Fellows Ride – The adventure Down Under begins

With a jump into the Murray River at Loxton in SA, I immersed myself in the hospitality of the Rotary family of Australia. Nestled in a beautiful landscape, the river flows directly past the estate of Tony Moyle. He and his dear Julie not only gave me food and lodging, as Tony had informed all members of the IFMR (International Fellowship of Motorcycling Rotarians) in Australia, about my arrival to Down Under. Weiterlesen

Ein Tag zum Vergessen, den ich niemals vergessen werde

(English below: „A day to forget that I will never forget again“)

Aufregung nach dem Frühstück. Polizisten warten im Schatten an der Ausfahrt unseres Hotels in Zahedan, einer Stadt im Süden vom Iran; dem letzten zivilisierten Ort vor der pakistanischen Grenze. Wir haben die Rechnung bereits bezahlt und den Zimmerschlüssel abgegeben, doch die strenge Dame an der Rezeption will uns die Pässe nicht zurück geben. In gebrochenem Englisch verweist sie auf die Anordnung, dass wir nur in Begleitung einer Eskorte die Stadt verlassen dürfen – zu unserer eigenen Sicherheit. Deshalb also all die Polizisten da draußen. Wouter, der junge Holländer mit dem ich seit Yazd unterwegs bin, ist normalerweise ein immer gut gelaunter und freundlich lächelnder Sonnenschein-Typ. Sein Gesichtsausdruck macht jetzt ernst: Nimm einem Holländer den Pass und er wird zum bösen Krieger. Wir versuchen das Good Guy/Bad Guy Spiel. Diesmal soll ich den Good Guy mimen, was mir schwer fällt. Weiterlesen

60 Jahre; Freud‘ und Leid

(English below)

Am 20. Februar 2019 bin ich 60 Jahre alt geworden. Schlimm genug! Wer mir aber von dem Leid etwas nehmen möchte, kann für einen guten Zweck geben; am 11. Mai findet in Würzburg wieder das inklusive Sport- und Spielfest „NoLimits!“ statt, das unsere Stiftung unterstützt (Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung: http://www.sport-stiftung.de).

Unter dem Motto „Leistung. Lernen. Miteinander“ baut NoLimits! Unsicherheiten im Umgang mit Behindertensportlern ab und baut Respekt, Toleranz und Freundschaften auf. Diese Werte gelten gleichermaßen für den runden Geburtstag des „Old white man with his big bike from Germany“, wie man mich hier in Indonesien nennt.

Folgende Spenden-Vorschläge für Euch habe ich mir auf meiner Tour unterm Helm ausgedacht: Weiterlesen