Australien, du hast es besser.

(For English version see below: „Australia, you have it better.“)

Black Dog Ride, Men`s Breakfast, moodgym, beyondblue, Black Dog Institute“ …, um nur einige Institutionen und Initiativen zu nennen, die sich in Australien um Depressionshilfe und Suizidprävention kümmern. Aber neben diesen Angeboten ist es vor allem Eins, was den Umgang in Sachen Mental Health down under von uns in Deutschland unterscheidet: hier spricht man offen darüber! 

Diese subjektive Einschätzung ist für mich allgegenwärtig. Es reicht ein kleiner Anstoß und betroffene „Mates“ reden nicht nur über ihre Depressionen, ihre Abhängigkeiten oder ihre Panikattacken, sie erzählen dir auch über ihre Versuche damit umzugehen, über Therapien, ärztliche Hilfen und Medikationen. Weiterlesen

Fellows Ride – The adventure Down Under begins

With a jump into the Murray River at Loxton in SA, I immersed myself in the hospitality of the Rotary family of Australia. Nestled in a beautiful landscape, the river flows directly past the estate of Tony Moyle. He and his dear Julie not only gave me food and lodging, as Tony had informed all members of the IFMR (International Fellowship of Motorcycling Rotarians) in Australia, about my arrival to Down Under. Weiterlesen

Ein Tag zum Vergessen, den ich niemals vergessen werde

(English below: „A day to forget that I will never forget again“)

Aufregung nach dem Frühstück. Polizisten warten im Schatten an der Ausfahrt unseres Hotels in Zahedan, einer Stadt im Süden vom Iran; dem letzten zivilisierten Ort vor der pakistanischen Grenze. Wir haben die Rechnung bereits bezahlt und den Zimmerschlüssel abgegeben, doch die strenge Dame an der Rezeption will uns die Pässe nicht zurück geben. In gebrochenem Englisch verweist sie auf die Anordnung, dass wir nur in Begleitung einer Eskorte die Stadt verlassen dürfen – zu unserer eigenen Sicherheit. Deshalb also all die Polizisten da draußen. Wouter, der junge Holländer mit dem ich seit Yazd unterwegs bin, ist normalerweise ein immer gut gelaunter und freundlich lächelnder Sonnenschein-Typ. Sein Gesichtsausdruck macht jetzt ernst: Nimm einem Holländer den Pass und er wird zum bösen Krieger. Wir versuchen das Good Guy/Bad Guy Spiel. Diesmal soll ich den Good Guy mimen, was mir schwer fällt. Weiterlesen

60 Jahre; Freud‘ und Leid

(English below)

Am 20. Februar 2019 bin ich 60 Jahre alt geworden. Schlimm genug! Wer mir aber von dem Leid etwas nehmen möchte, kann für einen guten Zweck geben; am 11. Mai findet in Würzburg wieder das inklusive Sport- und Spielfest „NoLimits!“ statt, das unsere Stiftung unterstützt (Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung: http://www.sport-stiftung.de).

Unter dem Motto „Leistung. Lernen. Miteinander“ baut NoLimits! Unsicherheiten im Umgang mit Behindertensportlern ab und baut Respekt, Toleranz und Freundschaften auf. Diese Werte gelten gleichermaßen für den runden Geburtstag des „Old white man with his big bike from Germany“, wie man mich hier in Indonesien nennt.

Folgende Spenden-Vorschläge für Euch habe ich mir auf meiner Tour unterm Helm ausgedacht: Weiterlesen

Das volle Programm – the full Program

English translation futher down.

Die letzten Tage waren „voll“ 🙂 Voller Eindrücke, voller Begegnungen und … voller Bauch. Wan und Fahmi aus Kuala Terengganu haben mich wirklich vollgestopft mit Erlebnissen, Freundschaft, Essen – mit allem was ihre Gastfreundschaft hergab.

With Fahim and Wan at the coastline

Wir sind von Terengganu aus zum Meeting des BMW-Motorradclub Malaysia nach Kuala Lumpur gefahren. Von den Fellows mit ihren BMW’s wurde ich wie ein Ehrengast empfangen. Weiterlesen

Gast-Freundschaft vs. Fremden-Feindlichkeit

 

Seit sieben Monaten fahre ich nun schon auf meinem Motorrad dem Sonnenaufgang in Richtung Südost-Asien entgegen. Ab dem zweiten Tag meiner Reise bin ich Ausländer. Bin Fremder in Ländern, die wir aus dem Reisekatalog kennen. Zur Zeit z.B. ich in Thailand. Ich fuhr aber auch durch Regionen, denen von mächtigen Politikern das Prädikat „Shithole Countries“ und „Schurkenstaaten“ angeheftet wurde. Meine Erfahrungen können das nicht bestätigen. Ich habe mich im Iran so sicher gefühlt wie nirgendwo und bis zur Erschöpfung eine überwältigende Gastfreundschaft erfahren. In Pakistan waren die Menschen interessiert und neugierig. Über die allgegenwärtigen Fragen, „Wo ich herkomme und wo ich hin will“ hinaus, zeigten sie ehrliches Interesse an meiner Person, meiner Reise und meinem Heimatland. Zugegeben, meine Erfahrungen sind nicht repräsentativ und dürfen nicht verallgemeinert werden. Vielleicht hatte ich nur Glück und bin nicht schneller gefahren als mein Schutzengel fliegen kann. Trotzdem möchte ich das gute Gefühl beschreiben, wie es ist, überall Ausländer zu sein aber nie ausgeschlossen. Wie es ist, Fremder zu sein aber nicht fremd. Die Begegnungen mit den einfachen Leuten und der Respekt vor ihrem Lebensalltag reißen mich mit. Noch mehr als die Landschaften und die Sehenswürdigkeiten genieße ich das Kennenlernen von mehrheitlich freundlichen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Menschen vor Ort. Obwohl ich als Gast grundsätzlich in ihrer Schuld stehe, überrascht mich immer wieder ihre Großzügigkeit und Dankbarkeit.

Mit großer Freude nehme ich ihre Gastfreundschaft, ihre Neugier und ihre Empathie an. Weiterlesen

Den Iran entdecken und Gastfreundschaft erfahren

Fellows Ride Iran. Vom 10. Bis 27. August 2018

Gastfreundschaft, Geschichte und Grazie, diese drei G’s bringen meine Wahrnehmung des alten Persiens auf den Punkt. Ich fühlte mich warmherzig willkommen von Menschen, die unter dem eigenen Mullah-Regime und dem Embargo der USA leiden. Seit der Revolution 1979 regieren die Ayatollahs die islamische Republik; was dem überwiegenden Teil der Bevölkerung nach meiner Wahrnehmung nicht gut tut. Das Land hat Schönheit, Anmut sowie historische Kultur zu bieten und mehr verdient als nur „Inshallha“ (Wenn Allah will!), „Mashallha“ (Wie Allah will!) und „Allhahu akbar“ (Allah ist am größten).
Der Iran ist ein geschundenes Land. Der erste Golfkrieg in den Achtzigern hat viele tausend Soldaten gekostet. Die Bilder der Gefallenen säumen noch heute die Straßen.

Viele junge Menschen haben mir gegenüber den Wunsch auf politische und gesellschaftliche Veränderung geäußert, nur keiner weiß so richtige wer den erfüllen soll. Die meisten von uns kennen das Land nur über die politische Berichterstattung in unseren Medien. Vor Ort ergab sich für mich ein völlig anderes Bild. Weiterlesen

Ein Traum am Strand zu Weihnachten

Der Traumstrand einer einsamen Insel am anderen Ende der Welt ist nicht der Ort für besinnliche Weihnachtsstimmung. Sonne, Meer und Horizont bilden die Kulisse für Palmen und Kokosnüsse, nicht für Weihnachtsbaum und Plätzchen. Die Füße sind im warmen weißen Sand vergraben. Der Blick schwenkt über den grünblauen Golf von Thailand. Da kommt mir die Tour d’horizont in den Sinn, die ich in den letzten sechs Monaten durch die vielen Regionen mit ihren unterschiedlichen Religionen erfahren habe. Ich kann die Kirchen, Klöster, Moscheen und Tempel nicht zählen, die ich besucht und besichtigt habe. Christen, Moslems, Sikhs, Buddhisten und Hindus haben mich beherbergt, bewirtet, überholt, betankt, geärgert und erfreut.
Durch mein Weltbild – derart verdichtet – schimmert ein roter Faden, der alle Religionen verbindet. „Göttliche Energie“, „lehrreiche Weisheit“ und „achtsame Nächstenliebe“ bilden den gemeinsamen Nenner. Man stelle sich vor, der Inhalt und die Essenz aller heiligen Bücher würden miteinander verknüpft, zu einer Überbibel oder einem Meta-Koran synchronisiert. Eine einzige Weltreligion, die ihre Energie und Weisheit uneingeschränkt für das Wohl von Mensch, Tier und Natur einsetzt. Die Welt wäre friedlicher und wir Menschen glücklicher.
Mit diesem Traum am Strand einer einsamen Insel am anderen Ende der Welt wünsche ich uns Allen die Weisheit und Energie die Welt ein Stück besser zu machen.
Euch und Euren Familien wünsche ich von ganzem Herzen friedliche Weihnachten sowie ein gesundes und glückliches neues Jahr.
Danke für alles!