Australien, du hast es besser.

(For English version see below: „Australia, you have it better.“)

Black Dog Ride, Men`s Breakfast, moodgym, beyondblue, Black Dog Institute“ …, um nur einige Institutionen und Initiativen zu nennen, die sich in Australien um Depressionshilfe und Suizidprävention kümmern. Aber neben diesen Angeboten ist es vor allem Eins, was den Umgang in Sachen Mental Health down under von uns in Deutschland unterscheidet: hier spricht man offen darüber! 

Diese subjektive Einschätzung ist für mich allgegenwärtig. Es reicht ein kleiner Anstoß und betroffene „Mates“ reden nicht nur über ihre Depressionen, ihre Abhängigkeiten oder ihre Panikattacken, sie erzählen dir auch über ihre Versuche damit umzugehen, über Therapien, ärztliche Hilfen und Medikationen. Weiterlesen

60 Jahre; Freud‘ und Leid

(English below)

Am 20. Februar 2019 bin ich 60 Jahre alt geworden. Schlimm genug! Wer mir aber von dem Leid etwas nehmen möchte, kann für einen guten Zweck geben; am 11. Mai findet in Würzburg wieder das inklusive Sport- und Spielfest „NoLimits!“ statt, das unsere Stiftung unterstützt (Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung: http://www.sport-stiftung.de).

Unter dem Motto „Leistung. Lernen. Miteinander“ baut NoLimits! Unsicherheiten im Umgang mit Behindertensportlern ab und baut Respekt, Toleranz und Freundschaften auf. Diese Werte gelten gleichermaßen für den runden Geburtstag des „Old white man with his big bike from Germany“, wie man mich hier in Indonesien nennt.

Folgende Spenden-Vorschläge für Euch habe ich mir auf meiner Tour unterm Helm ausgedacht: Weiterlesen

Ein Traum am Strand zu Weihnachten

Der Traumstrand einer einsamen Insel am anderen Ende der Welt ist nicht der Ort für besinnliche Weihnachtsstimmung. Sonne, Meer und Horizont bilden die Kulisse für Palmen und Kokosnüsse, nicht für Weihnachtsbaum und Plätzchen. Die Füße sind im warmen weißen Sand vergraben. Der Blick schwenkt über den grünblauen Golf von Thailand. Da kommt mir die Tour d’horizont in den Sinn, die ich in den letzten sechs Monaten durch die vielen Regionen mit ihren unterschiedlichen Religionen erfahren habe. Ich kann die Kirchen, Klöster, Moscheen und Tempel nicht zählen, die ich besucht und besichtigt habe. Christen, Moslems, Sikhs, Buddhisten und Hindus haben mich beherbergt, bewirtet, überholt, betankt, geärgert und erfreut.
Durch mein Weltbild – derart verdichtet – schimmert ein roter Faden, der alle Religionen verbindet. „Göttliche Energie“, „lehrreiche Weisheit“ und „achtsame Nächstenliebe“ bilden den gemeinsamen Nenner. Man stelle sich vor, der Inhalt und die Essenz aller heiligen Bücher würden miteinander verknüpft, zu einer Überbibel oder einem Meta-Koran synchronisiert. Eine einzige Weltreligion, die ihre Energie und Weisheit uneingeschränkt für das Wohl von Mensch, Tier und Natur einsetzt. Die Welt wäre friedlicher und wir Menschen glücklicher.
Mit diesem Traum am Strand einer einsamen Insel am anderen Ende der Welt wünsche ich uns Allen die Weisheit und Energie die Welt ein Stück besser zu machen.
Euch und Euren Familien wünsche ich von ganzem Herzen friedliche Weihnachten sowie ein gesundes und glückliches neues Jahr.
Danke für alles!

Anstrengend, überwältigend und erfolgreich

Auf die Frage, warum ich hier kaum Reisebericht schreibe, gibt es eine simple Antwort: „Ich komme nicht dazu!“ Tausend Sachen sind unterwegs zu erledigen: Unterkunft suchen; Moped warten; Klamotten waschen; ums Essen kümmern; Foto- und Videomaterial sichten, bearbeiten und speichern; Facebook und Instagram bedienen; den nächsten Tag planen, Grenzübergänge vorbereiten, Visa, Zoll etc. – ach ja, Motorradfahren hätte ich fast vergessen. In den fünfeinhalb Monaten, die ich unterwegs bin, fuhr ich im Durchschnitt pro Tag 200 km. Auf guten Straßen dauert das drei Stunden, auf schlechten schon mal länger. An einem Tag in Myanmar war ich 13 Stunden unterwegs und habe 450 km auf schlechtem Asphalt, Schotter und Schlamm geschafft.
Nur um Zeit zu sparen, möchte ich auf keinen Fall auf die Begegnungen mit den Menschen und auf ihre Gastfreundschaft verzichten. Die Kommunikation dauert halt etwas länger, weil die gemeinsame Sprache fehlt.
Und dann sind da die vielen Sehenswürdigkeiten, an denen man nur vorbeikommt. Mit schnell mal anhalten und Foto machen ist es dann oft nicht getan. Staunen und Genießen braucht seine Zeit.

Weiterlesen

Mit Freude und Tränen durch Afrika

WENN DICH DEIN LEBEN RECHTS ÜBERHOLT
Meine autobiografische Erzählung folgt zwei inhaltlichen Strängen, die in gegenseitiger Abhängigkeit stehen: Das Trauma vom Tod meines Sohnes auf der einen und das Abenteuer, Afrika mit dem Motorrad zu durchqueren, auf der anderen Seite. Begegnungen, Eindrücke und Erfahrungen reparieren die innere Zerrissenheit. Neue Erkenntnisse verändern die Perspektive und führen ans Ziel der Reise: Kapstadt. Doch neben dem Erreichen des Kaps der Guten Hoffnung wurde aus einem Albtraum die Erfüllung eines Wunschtraums. Eingebettet ist die Erzählung in die Faszination und Schönheit eines Kontinents, der ebenfalls auf der Suche nach seinem Gleichgewicht ist.

»Nach meiner Heimkehr aus Kapstadt beglückwünschten mich viele zu der erfolgreichen Tour. Nur einer gratulierte mir nicht zum Ankommen, sondern zum Losfahren. Er hat mich verstanden.«

Wine & Wheels – Kurven, Kultur und Wein

Da wo es Weinberge gibt, soll es auch Kurven geben. Ich wollte wissen, ob das stimmt und bin an die Mosel gefahren, wo die Weinberge so steil sein sollen, dass der Winzer zu Fuß nicht mehr hoch kommt. Ich wollte erfahren ob und wie  Wine & Wheels zusammen passen. Hier mein Bericht.

Fahrspaß und Erlebnis fallen entlang der Terrassenmosel auf fruchtbares Terroir

Auf ihren letzten 100 km vom kleinen Urlaubsort Pünderich bis zur Mündung in Koblenz gibt die Mosel nochmal alles. An ihren steilen, schroffen Flanken lässt sie einen erstklassigen Wein wachsen. Dazwischen schlängeln sich kleine Sträßchen über Serpentinen hoch zu den Mittelgebirgslandschaften von Eifel und Hunsrück. Zwischen den großen Riesling-Gewächsen des Bremmer Calmonts, einer der steilsten Weinlagen in Europa, und dem Winninger Uhlen mäandert die Mosel durch eine einzigartige historische Kulturlandschaft. Nicht nur Wein- und Kulturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten; das kurvige Terrain ist auch ein Eldorado für Motorrad-Tourenfahrer.

Wo der Wein auf Terrassen wächst
Weil die kleinen Parzellen in den Steillagen wie Terrassen angelegt sind, wird das letzte Teilstück des Flusses „Terrassenmosel“ genannt. Weiterlesen

Reason why


Wer wie ich zwischen 1955 und 1969 geboren wurde, ist ein Kind der geburtenstarken Jahrgänge. Wir Babyboomer sind heute im besten Alter, fit, aktiv und unternehmungslustig.
Wir haben hart gearbeitet, nicht schlecht verdient und sind im Wohlstand groß geworden. Viele Babyboomer träumen heute davon, vor dem Ruhestand nochmal was zu erleben; Freiheit und Abenteuer (so wie damals). Bei mir war es die Transafrika-Tour mit meinem Motorrad letztes Jahr. Deutschland – Kapstadt, 21.000 km – und jeder einzelne war es wert.
Welchen Traum hast Du Dir erfüllt? Aus welchem Traum willst Du einen Plan machen?