Armenien – Lesson learned

Sechs, setzen; Prüfung bestanden!

Offen gestanden, war ich auf meine Tour durch Armenien mangelhaft bis ungenügend vorbereitet. Als ich in Würzburg los fuhr, wusste ich nicht einmal was ein Kreuzgewölbe ist. Ich wusste, dass es in Armenien schöne Klöster geben sollte; aber, dass es so viele sind, hat mir keiner gesagt. Das Kalender-Foto auf dem eine Klosterkirche vor dem Schnee bedeckten Berg Ararat zu sehen ist, kennt fast jeder. Aber das ist nur eins von gefühlt tausend Klöstern. Ich sag’s Euch, hinter jeder Kurve eine „Monastery“. Das ist der touristische Overkill. Mittlerweile sehe ich einen Bergvorsprung und frage mich, warum die da kein Kloster drauf gebaut haben. Ich rate jedem Tourist, der plant nach Armenien zu reisen, erst mal Kunstgeschichte zu studieren.

Wer es sich so richtig geben will, sollte sich für Chatschkare interessieren. Das sind „Kreuzsteine“, die Faktor 100 pro Kloster zählen.

Ich geb‘ ja zu, dass die Steine schön verziert sind. Ja, auch die Klöster machen was her. Vor allem die Lage. Aber wie kann man sich auf so eine Menge vorbereiten?

Kompliziert wird es auch, wenn man erfährt, wer hier wann, gegen wen und warum Krieg geführt hat. Welche Interessen haben Russland, Türkei oder der Iran, wenn es um den Transkaukasus geht? Weiterlesen

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